Unser Bildungsansatz

Damit ein gutes Leben für alle Menschen und Mitlebewesen jetzt und auch in Zukunft möglich ist, wollen wir mit- und voneinander lernen, ausprobieren, austauschen und kreativ werden. Dafür wird Frau Lose Angebote und Räume schaffen.

Ganz konkret ist unsere Bildungsarbeit bisher in drei Säulen gegliedert.

1. Selbermachen

Frau Lose lädt zum Selbermachen ein. An verschiedenen Stationen können Besucher*innen bei Veranstaltungen und ab bald auch in unserem unverpackt-Ort in Dortmund eine Deo-Creme, Zahnputzpulver, Waschmittel o.ä. selber mischen und herstellen. Egal wie alt, wie groß oder wie interessiert du bist. Selber machen lädt zum Kreativ-sein und Ausprobieren ein.

Organisierst du ein Fest rund um Nachhaltigkeit oder möchtest die Selbermach-Stationen anderweitig ausprobieren? Wir kommen gerne auch bei dir vorbei.

2. Workshops

Das Thema „Plastik“ ist in vieler Munde. Aber auch andere Themen rund um Nachhaltigkeit (Klimawandel, Naturschutz etc.) oder globale Gerechtigkeit (Feminismus, Postkolonialismus, globale Handelsabkommen etc.) werden bei Frau Lose in Workshops in den Blick genommen. Dabei möchten wir gemeinsam Probleme thematisieren und Handlungsalternativen erarbeiten.

In deiner Schule, in deiner Kita, in deiner Gruppe – wir kommen gerne zu euch oder ihr kommt in unseren Ort für einen Workshop, eine Projektwoche, ein Seminar oder andere Formate.

3. Aktiv-werden

Mit Frau Lose möchten wir zudem direkt aktiv werden und neue Formate, Alternativen mit bestehenden und neuen Initiativen und Menschen ausprobieren. Ob Fermentieren, gemeinsam Ackern, ein Straßentheater, Gespräch mit Politiker*innen oder… – den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Möchtest du etwas „tun“? Dir fehlen Mitstreiter*innen? Du möchtest dich einer Idee anschließen? Oder du benötigst einen bestimmten Kontakt? Melde dich gern! Wir freuen uns auf gemeinsames Denken, Ausprobieren und Aktiv-werden!

Unser Hintergrund

Wir leben in einer Welt, die auf Ausbeutung von Menschen und der Zerstörung von der Natur basiert. Es ist klar, dass wir nicht unendlich so weiter wirtschaften und handeln können. Der Klimawandel und die damit einhergehende Vertreibung von Menschen und anderen Lebewesen ist längst zu einem der globalen Probleme des 21. Jahrhunderts geworden. Trotzdem ist unser System weiterhin auf Wachstum von Material und Geld ausgelegt und nicht auf das Wachsen von Frieden und Glück. Selbst die Tatsache, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland seit mehr als 100 Jahren nicht mehr so weit auseinander waren, wird „einfach“ hingenommen. Dabei finden sich die Fragen der globalen Probleme auch direkt im Privaten wieder. Was kauf ich ein? Woher kommt das Produkt? Warum sind Tomaten, die von geflüchteten Menschen in Spanien gepflückt werden, günstiger? Zu all diesen Fragen haben wir Menschen kaum mehr einen Bezug. Wertschätzung, Verständnis, Verbundenheit und Wissen zu dem was wir konsumieren und wie wir handeln fehlt oft. Das ist nicht nur ungesund für den Menschen sondern auch für die Umwelt. Die ganzen globalen Probleme, die real sind, prägen auch die Medienlandschaft. Aber es gibt Alternativen und es gibt positive Antworten überall und auch in jedem Menschen – wir wollen, dass Menschen diese Antworten teilen und voneinander erfahren.

Folgende Punkte sind die Ziele für unsere Bildungsarbeit

  • globale Probleme lokal angehen
  • informieren über die globalen Herausforderungen (Klimawandel, Klimagerechtigkeit, Rassismus, Flucht, Ungleichheit etc.)
  • sensibilisieren über die Auswirkungen des Plastikkonsums und andere globaler Herausforderungen
  • kreieren von Alternativen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung
  • ausprobieren von Lösungen, Alternativen, Utopien → d.h. alternative Konzepte vorstellen und ausprobieren: Solidarische Landwirtschaft, Buen Vivir, Gemeinwohlökonomie u.v.m.
  • Förderung von Gemeinschaft, Solidarität, Kooperation und Vernetzung
  • Befähigung und Ermutigung eigene Stärken auszubauen und zu erkennen
  • Teilen dieser Stärken (Skill-Sharing)

Also, los geht‘s!